Wir wollen in dieser Bar einen möglichst gewaltarmen Raum herstellen.
Das ist nicht immer leicht, denn wir leben in einer Gesellschaft, die durchdrungen ist von verschiedenen Formen von struktureller Gewalt. Darunter verstehen wir zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Transfeindlichkeit, kapitalistische Ausbeutung und deren Überschneidungen miteinander.
Eine Auseinandersetzung mit diesen Gewaltformen ist eine wichtige Grundlage für unsere Awarenessarbeit. Vor allem geht es uns darum, unseren Raum offen und zugänglich zu halten für Menschen, die ihn besonders brauchen.
Wenn ihr also bei Veranstaltungen Unterstützung braucht, eure Grenzen überschritten wurden, ihr gewalttätiges oder diskriminierendes Verhalten erlebt, wendet euch gerne an uns.
Dafür habt ihr verschiedene Möglichkeiten.
- Meldet euch bei uns am Tresen. Hier sind wir immer ansprechbar. Gegebenenfalls wird das Tresen-Team euch an andere Personen
aus unserem Kollektiv verweisen, die die Verantwortung
für die Awareness-Arbeit übernehmen. - Bei größeren Veranstaltungen wie Konzerten oder Partys haben wir ein extra gekennzeichnetes Awareness-Team.
Dieses könnt ihr während der Veranstaltung ansprechen. - Solltet ihr uns außerhalb unser Öffnungszeiten oder im Nachgang von Situationen kontaktieren wollen, schreibt eine Mail an:
Wir gehen sensibel mit Awareness-Situationen und Information um,
und teilen darum intern wie nach außen nur Informationen,
die betroffene Personen teilen möchten.
Bitte seid achtsam und bedenkt dabei:
Als AK Awareness sind wir auch nur Menschen, wir versuchen fürsorglich zu sein, das kann daneben gehen, aber wir bemühen uns, dass es das nicht tut.
Bitte geht wohlwollend mit uns um 🙂
Die Kapazitäten und Kompetenzen des AK Awareness sind begrenzt.
Wir können uns nur Fällen annehmen, wenn
- Es um die Nutzung der OOB geht; oder
- die beteiligten Personen regelmäßig in der Bar sind; oder
- wenn der gemeinsame Nenner des Konflikts in der Bar ist/stattfindet
- ein Raumbezug ist auch gegeben, wenn es um ein Verhindern von zukünftiger Gewalt in der Bar geht oder bei Veranstaltungen außerhalb der Bar, die aber das Bar-Kollektiv organisiert
Nicht leisten können wir z.B. Anliegen, die einer psychosozialen oder einer Paarberatung bedürfen. Wir sind keine Seelsorger*innen, keine Justiz oder Strafverfolgung. Auch wenn wir das gerne würden, schaffen wir es aktuell nicht, langfristige transformative justice Prozesse durchzuführen.
Wir sind keine Dienstleister, sondern einfach nur auch queere Menschen, die diesen Raum mit euch teilen und erhalten wollen – lasst uns zusammen Wege finden, das zu tun.
Wenn ihr euch tiefer in die Grundsätze und Arbeitsweisen unserer Awareness-Arbeit einlesen wollt, könnt ihr das mit diesem PDF tun.
